Petition für den Erhalt und die Stärkung der Geistes- und Sozialwissenschaften in Bayern

Gegen das geplante „Hochschulinnovationsgesetz“ in Bayern regt sich Widerstand. An vielen Stellen wird befürchtet, dass dadurch die freie Ausübung der Geistes- und Sozialwissenschaften und den Fortbestand insbesondere kleinerer geistes- und sozialwissenschaftlicher Fächer gefährdet wird. Denn so stellt, wie Dietmar Süß, Professor an der Universität Augsburg, es in einem Gastbeitrag für die „Süddeutsche Zeitung“ bezeichnete, das geplante Gesetz einen „durchökonomisierten Kurswechsel“ dar.

Im Kern stehen mehr Freiheiten und eine stärkere Eigenverantwortung der Hochschulen. Mit diesen Freiheiten gehen die Hochschulen aber auch die Verpflichtung ein, ergebnisorientierter zu arbeiteten und konkreten Entwicklungsplänen und Zielvorgaben zu folgen.

Die Geistes- und Sozialwissenschaften, und auch die (Human-)Geographie, sind in besonderem Maße darauf angewiesen, dass sie einen Raum behalten, in dem sie Ergebnisse diskutieren können. Es müssen oftmals zunächst Wege eingeschlagen werden, die nicht unmittelbar erfolgsversprechend erscheinen, um zu komplexen Ergebnissen zu gelangen und vermeintliche Gewissheiten in Frage stellen zu können. Hierbei ist der ständige Kampf um eine Finanzierung kontraproduktiv.

Im Zuge des geplanten Gesetzes hat sich die Initiative Geistes- und Sozialwissenschaften gegründet, die in einer Petition um Unterstützung wirbt.

Für den Erhalt und die Stärkung der Geistes- und Sozialwissenschaften in Bayern – Online-Petition (openpetition.de)