Medienpreis der Deutschen Geographie geht an Kölner Journalistin
Bonn/Kiel, 16.09.2009

Für ihre Reportage „Kein Brot für Öl – der Biosprit-Boom in Kolumbien“ wird in diesem Jahr die Hörfunk- und TV-Journalistin Renate Werner mit dem Medienpreis der Deutschen Geographie geehrt. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert und wird auf dem Deutschen Geographentag am 23. September in Wien überreicht. Seit acht Jahren zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Geographie (DGfG) mit dem Medienpreis der Deutschen Geographie journalistische Arbeiten aus, die ein geographisches Thema spannend, informativ und wissenschaftsnah vermitteln. „Renate Werner erhält den Preis, weil es ihr in hervorragender Weise gelungen ist, geographische Zusammenhänge, Wechselwirkungen und Abhängigkeiten in unserer global vernetzten Welt exemplarisch sichtbar zu machen“, sagt Prof. Dr. Hans-Rudolf Bork, Präsident der DGfG und Jury-Vorsitzender des Medienpreises. Der 30-minütige Film „Kein Brot für Öl – der Biosprit in Kolumbien“ führt den Zuschauer in den Westen des südamerikanischen Landes. Wo früher Kleinbauern Yucca, Reis und Bananen anbauten, reiht sich heute Palme an Palme. Auslöser des Booms ist die Nachfrage nach Biosprit in den Industrieländern. Von ihm profitieren vor allem die großen Plantagenbesitzer. Und während Kolumbiens Regierung Arbeitsplätze und Wohlstand verspricht, explodieren die Lebensmittelpreise und verelenden viele ehemalige Kleinbauern als Tagelöhner auf den Plantagen. Die Reportage über Gewinner und Verlierer der Globalisierung wurde 2008 im WDR Fernsehen und 2009 auf Phoenix ausgestrahlt. Renate Werner, 1969 in Ellwangen/Jagst geboren, absolvierte nach dem Studium der Fächer Empirische Kulturwissenschaft/Europäische Ethnologie in Tübingen und Drehbuch in Paris eine Weiterbildung zur Videoreporterin in den Bereichen Dokumentarfilm und Reportage/Feature. Sie volontierte beim Südwestrundfunk und arbeitete als Reporterin für verschiedene TV-Redaktionen. Seit 2001 ist sie als freie Autorin und Reporterin vor allem für den WDR tätig. Auslandsprojekte führten sie in die USA, nach Korea und zuletzt nach Kolumbien. Weitere Informationen zum Medienpreis der Deutschen Geographie finden Sie hier.