Medienpreis der Deutschen Geographie 2007 geht an Gábor Paál

SWR-Redakteur erhält den mit 3000 Euro dotierten Preis für zwei halbstündige Radio-Features. Die Preisverleihung findet am 2. Oktober auf dem Deutschen Geographentag in Bayreuth statt.

18.09.2007

Für seine beiden SWR2-Hörfunkfeatures „Rohstoff Erde – Wie der Welthandel Lebensräume verändert“ und „Jäger und Sammler gegen Agrobusiness – Der verzweifelte Kampf der Indios im Gran Chaco“ erhält Gábor Paál den Medienpreis der Deutschen Geographie. Nach Auffassung der Jury überzeugen beide Sendungen mit „sorgfältig recherchierten Fakten und fundiertem Sachwissen“ sowie durch „ihre atmosphärische Dichte und ihr hohes journalistisches Niveau“. Die Preisverleihung findet am 2. Oktober auf dem Deutschen Geographentag in Bayreuth statt. Das 30-minütige Radio-Feature „Rohstoff Erde – Wie der Welthandel Lebensräume verändert“ handelt von der Ökonomisierung von Landschaften als Rohstofflieferanten, von der globalen Konkurrenz von Produkten und Ressourcen und von den teils dramatischen Folgen für Umwelt und Lebensräume. In der halbstündigen Hörfunksendung „Jäger und Sammler gegen Agrobusiness – Der verzweifelte Kampf der Indios im Gran Chaco“ nimmt Paál den Hörer mit auf eine Reise in den Norden Argentiniens. Dort verwandeln Agrarkonzerne riesige Flächen in Soja- und Maisfelder für die Exportwirtschaft und bedrohen so die Lebensräume der dortigen Ureinwohner. Die Jury: „Paál schildert eindrucksvoll den ungleichen Verteilungskampf und das Aufeinanderprallen zweier Kulturen, die einander nicht verstehen, weil sie völlig unterschiedliche Auffassungen von ,Land‘ und ,Politik‘ haben“.

Gábor Paál, 1967 in Frankfurt am Main geboren, absolvierte nach dem Studium der Fächer Geographie, Volkswirtschaft, Hydrologie und Chemie in Frankfurt am Main und Edinburgh eine journalistische Ausbildung beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart. Mit der Fusion von SDR und SWF zum SWR wechselte er nach Baden-Baden, wo er seit fast zehn Jahren lebt und als Rundfunk-Journalist, Moderator und Buchautor arbeitet. Mit dem Medienpreis der Deutschen Geographie zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Geographie (DGfG) seit 2001 Journalisten aus, deren Arbeiten einem breiten Publikum geographische Themen spannend, informativ und wissenschaftsnah vermitteln. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre zum Deutschen Geographentag verliehen. Für Informationen zum Wettbewerb und den bisherigen Preisträgern klicken Sie bitte hier.