Medienpreis der Deutschen Geographie 2005 für Berliner Filmemacher

Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Geographie geht in diesem Jahr an Patrik Metzger – Preisverleihung am 5. Oktober 2005 auf dem Deutschen Geographentag in Trier

Berlin, den 19.09.2005

Der von der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) vergebene Medienpreis der Deutschen Geographie geht in diesem Jahr an Patrik Metzger. Der Regisseur erhält die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen 45-minütigen Film „Ende im Gelände – Über den verschwenderischen Umgang mit unserer Landschaft“. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des Deutschen Geographentages 2005 am 5. Oktober um 17 Uhr im Auditorium Maximum der Universität Trier. Überreicht wird die Auszeichnung durch den Präsidenten der DGfG, Professor Elmar Kulke, der auch die Laudatio halten wird. In dem vom Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V. (LNV) produzierten Film „Ende im Gelände“ befasst sich Patrik Metzger an Beispielen aus Süddeutschland mit den Ursachen der Zersiedlung von Landschaft und mit den ökologischen und ökonomischen Folgen der übermäßigen Inanspruchnahme von Flächen für Siedlung und Verkehr. Nach Auffassung der Jury ist es dem Autor gelungen, das hochaktuelle und im besten Sinne geographische Thema Flächenverbrauch inhaltlich wie formal in eindrucksvoller Weise filmisch umzusetzen. Er lässt Akteure und Betroffene zu Wort kommen und zeigt auf, wie eine auf mehr Effektivität im Umgang mit der Fläche abzielende Siedlungspolitik zu mehr Lebensqualität in Städten und Gemeinden führen kann. Der Film mache auch deutlich, „dass raumbezogene Entscheidungen immer in große Zusammenhänge eingebunden sind“, so die Jury in ihrer Begründung. Patrik Metzger, 1969 in München geboren, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und der Ecole d’Art de Grenoble. Der Autor zahlreicher Dokumentationen, Kurz- und Zeichentrickfilme lebt und arbeitet in Berlin. Der Film „Ende im Gelände“ ist Teil eines vom LNV herausgegebenen Medienpakets (DVD und 80-seitiges Lesebuch mit Fakten und Hintergrundinformationen), das zu mehr Sorgfalt im Umgang mit Grund und Boden aufrufen will. Der LNV ist Dachverband der baden-württembergischen Naturschutz- und Umweltverbände. Initiiert und inhaltlich wie auch redaktionell betreut haben das Projekt LNV-Vorstandsmitglied Dr. Heiner Grub und der Stadtplaner Andreas Feldtkeller. Buch und DVD sind im Buchhandel erhältlich (ISBN 3 8030 0650 3).

Mitglieder der Jury des Medienpreises der Deutschen Geographie 2005 waren Vertreter der DGfG und „Bild der Wissenschaft“-Chefredakteur Wolfgang Hess. Die Jury lobte ausdrücklich die hohe Qualität der rund 40 eingereichten Arbeiten und betonte, dass ihr die Auswahl des Preisträgers nicht leicht gefallen ist. Mit dem Medienpreis der Deutschen Geographie (vormals DGfG-Journalistenpreis) zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Geographie Journalisten aus, deren Arbeiten einem breiten Publikum „geographische Themen spannend, informativ und wissenschaftsnah darlegen“. Der Preis wird alle zwei Jahre zum Deutschen Geographentag verliehen. In den vergangenen Jahren gingen Auszeichnungen an Christoph Corves (2003; für seinen Film „Süßhunger. Der heimliche Krieg um Zucker“) und Valentin Thurn (2001; für seine Filmreportagen „Jurassic Alb“, „Die Schwabenkinder“, „Die Wüste greift nach Spanien“, „Spaniens durstige Erde“ sowie sein Radio-Feature „Ein Tag – ein Schiff – ein Toter“).